Glück in Zeiten von Corona: Wie geht es uns 2021?

Die Corona Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Auch wenn die Inzidenzen in Deutschland weiter zurückgehen und die Impfquote steigt. Die Techniker Krankenkasse hat das Thema im jüngst erschienen Gesundheitsreport als Schwerpunkt gewählt. Die Ergebnisse lassen keine Zweifel aufkommen: es geht uns mental nicht gut.
Der Krankenstand ist trotz Corona im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Bei fast allen Diagnosen gab es einen Rückgang, jedoch hauptsächlich bei Erkältungen und anderen Infektionserkrankungen. Auch wurden im Coronajahr 2020 so wenige Antibiotika verschrieben wie noch nie seit Beginn der Auswertungen zum Gesundheitsreport vor 20 Jahren. Ein Grund ist sicherlich, dass die AHA-L Regeln nicht nur die Verbreitung von Sars-CoV-2 reduziert haben, sondern auch die anderen Infektionskrankheiten. Möglicherweise haben Kurzarbeit und Homeoffice auch dafür gesorgt, dass viele Beschäftigte sich mit einer leichteren Infektion gar nicht erst krankgemeldet haben.
Mentale Belastung
Was die psychische Belastung durch die Corona Pandemie angeht, zeichnet der Report allerdings ein anderes Bild. Es zeigt sich, dass die psychosoziale Belastung der Menschen über den langen Zeitraum des Lockdowns stark zugenommen hat. Vor allem fehlen die Möglichkeiten, die Akkus wieder aufzuladen, bei gleichzeitig anhaltendem Stress. Besonders berufstätige Eltern mit Kindern im Haushalt sind davon betroffen. Demnach fühlten sich 42 Prozent der Menschen in Deutschland im März dieses Jahres – zur Hochphase des zweiten bundesweiten Lockdowns – stark bzw. sehr stark von der Coronasituation belastet. Vor einem Jahr bei einer ersten Befragung im Mai zu Beginn der Pandemie waren es noch 35 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent.
Was fehlt?
Die Menschen vermissen vor allem Treffen mit Freunden und Verwandten, sind von Kita- und  Schulschließungen betroffen, haben Angst davor, dass sich Freunde und Verwandte anstecken, beklagen mehr Stress am Arbeitsplatz und sorgen sich um die Wirtschaft. Ältere Menschen berichteten im Durchschnitt mehr Einsamkeit. Zwei Drittel der Befragten haben schon einmal Konflikte wegen unterschiedlicher Haltungen zum Umgang mit der Coronapandemie erlebt.
Was tun wir während der Krise, die durch Corona ausgelöst wird?
Während der Pandemie nutzen die Deutschen viel mehr Videotelefonie, gehen häufiger spazieren und konsumieren mehr Medien. Diese Verhaltensänderungen der Deutschen können die zunehmende Einsamkeit offenbar nicht verhindern. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Dinge, die Einsamkeit verhindern oder entgegenwirken können, momentan die besten Maßnahmen gegen die psychosozialen Auswirkungen der Pandemie darstellen, so der Gesundheitsreport der TK.
Gibt es auch positive Aspekte?
Zwei Drittel der Befragten empfinden aber auch etwas Positives: Ihrer Meinung nach hat die Pandemie eine gegebenenfalls vorhandene Partnerschaft gestärkt.
Insgesamt läuft das aber nicht so gut, mit dem Glück in Zeiten von Corona.
Was bedeutet das für jede/n Einzelne/n? Ich habe mal mein Umfeld per Webex befragt.
Die Antworten könnt ihr in meinem nächsten Beitrag anschauen.

Hier geht es zum Gesundheitsreport der TK 2021:
Gesundheitsreport 2021 | Die Techniker – Firmenkunden (tk.de)



Veröffentlicht von la_giornalista

Ich bin eine angehende Wissenschaftsjournalistin. Die Themen Glück und Gesellschaft sind mir wichtig.

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